Über Vertrauen


Wir haben in unserem Pädagogik-Tutorium am Montag über Leistungsbewertung geredet, darüber wie man authentisch ist, wie man eine Beziehung zu seinen Schülern aufbaut.

Und es fiel der Satz: man muss wissen wie man Vertrauen gewinnt. Zu seinen Schülern, zu sich selbst.

Wie das möglich sei.


Und ich dachte bei mir plötzlich: Indem man Vertrauen schenkt.


Ist es so einfach? Das Patentrezept?


Manchmal frage ich mich, ob manche das Vertrauen was ich ihnen immer wieder gebe überhaupt verdient haben.


Natürlich ist ein Geschenk und dadurch bedingungslos, doch zweifelt man irgendwann an der eigenen Intelligenz und ob man nicht einfach komplett verarscht wird.



Das sind die Momente, in denen ich mich ganz klein und verletzlich fühle. Als könnte man mich mit einer Handbewegung in tausend funkelnde kleine Glassplitter zerspringen lassen.



Um so mehr beunruhigt es mich, dass ich es immer besser wegstecke, wenn ich einen solchen Schlag erhalte. Denn immer weniger geht dabei kaputt, sie Schale wird immer ein wenig dicker.


Ich habe Angst, dass ich abstumpfe, dass ich irgendwann vielleicht nichts – und niemanden mehr an mich heranlassen. Und damit das einzige verliere, was mich von den vielen anderen Menschen unterscheidet.

Und verliere was mich liebenswert macht.


Das vor allem anderen.

 


19.12.11 17:24

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